Familienzeit

Bonjour France: auf dem Weg an den Atlantik

posted by Ronja 26. Juni 2020

(Ronja) Von Zweifall aus ging es stetig Richtung Meer, durch Belgien nach Frankreich. Wir ließen uns eine Woche Zeit, da entspanntes Autofahren mit Ava maximal ungefähr drei Stunden geht und wir auch ein bisschen was vom Land sehen und die Anreise genießen wollten. Wir freuten uns auf Frankreich, die Natur änderte sich langsam von Laubbäumen an der Autobahn zu Nadelwäldern.

Unser erster Stop führte uns in den kleinen Ort Roye, wo wir eine Nacht blieben. Die Stadt wirkte total verlassen – fast alle Läden waren geschlossen – aber wir bekamen die Möglichkeit unser Schulfranzösisch in einer Bäckerei zu testen. Bei einem Vorabtest unter uns schafften wir es gemeinsam auf französisch bis zehn zu zählen (ok, bei der acht hatten wir Probleme) und fühlten uns für den ersten Einsatz gewappnet. Nach etwas hin und her kamen wir zwar ohne Kaffee, aber mit Macarons mit Kaffeegeschmack wieder heraus. Yummy!

Nachmittags machten wir noch einen Spaziergang an süßen Häuschen mit schönen Gärten vorbei, nur die Zuckerfabrik im Hintergrund des Örtchens passte nicht recht ins Bild. Unser Vermieter Olivier hatte uns erklärt, dass die Stadt bis auf ein Haus vollkommen zerstört gewesen war. Wir verbrachten eine entspannte Nacht und fuhren am nächsten Tag weiter in die Nähe von Orléans.

Bei Dominique hatten wir zwei Tage in einer schönen Ferienwohnung gebucht. Angekommen gingen wir direkt am Fluss Loiret spazieren und kamen an einigen wunderschönen Anwesen vorbei. Ava schlief im Kinderwagen und ließ sich entspannt über die Baumwurzeln schuckeln. Abends aßen Denny und ich auf dem Balkon und genossen die letzten Sonnenstrahlen. Das erste französische Baguette schmeckt doch immer irgendwie besonders! Den nächsten Tag verbrachten wir in einem botanischen Garten, wo es Schmetterlinge und Flamingos zu bestaunen gab. Ava war vor allem von den Flamingos begeistert und konnte auf einer Wiese herumkrabbeln und Fliegen jagen.

Es dauert doch immer ein bisschen, bis wir uns in einer Ferienwohnung eingerichtet haben und uns zu Hause fühlen, daher freue ich mich bald wieder länger an einem Ort zu sein. Ava scheint sich zwar immer einigermaßen schnell auf eine neue Umgebung eingestellt zu haben, aber ich denke auch für sie wird es entspannter sein, wenn alles für ein paar Wochen gleich aussieht. Ich bin gespannt auf den Ort am Atlantik, den wir uns ausgeguckt haben – Capbreton. Doch bis dahin legen wir noch zwei Zwischenstops auf dem Weg ein.

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