Auf dem Brett

Reef- und Heartbreak: Surfen auf Madeira

posted by Ronja 30. Juli 2016
Surfen auf Madeira: In Porto da Cruz

Was, auf Madeira kann man surfen? Aber ja! Im Dezember 2012 war ich erst eine Woche in Portugal auf dem Festland surfen (brrr, kalt) und dann noch eine Woche auf Madeira. Eigentlich um dort in Ruhe wandern zu gehen und die Natur zu genießen. Was sich anhört wie Rentnerurlaub war eine befreiende Erfahrung für’s Surferherz!

Reefbreak: Surfen auf Madeira

Mir war vorher gar nicht so klar, dass Madeira surfbare Wellen hat, aber dann habe ich den Kontakt einer Surfschule im Ort Funchal bekommen. Madeira hat einige Surfspots, eine Übersicht gibt’s hier. Als ich ankam, konnte ich es kaum abwarten, wieder ins Wasser zu kommen. Früh morgens ging’s los: Von Funchal aus bin ich mit den anderen Leuten vom Surfkurs nach Porto da Cruz gefahren, einem kleinen Ort an einer Bucht mit schwarzem Sandstrand.

Die Bucht von Porto da Cruz

Die Bucht von Porto da Cruz

Belmiro von "Salty" und ich

Belmiro von „Salty“ und ich

Die Bucht in Porto da Cruz ist umgeben von Felsen, vor denen ich mich in acht genommen habe. Es war wunderbar wieder im Meer zu sein. Das Wasser kam mir im Vergleich zu Portugal relativ warm vor, ein Neo war aber doch nötig. Ich habe einige echt gute Wellen bekommen, wenn auch in einer wenig eleganten, vornüber gebeugten Haltung – ich war so euphorisch dass ich überhaupt auf dem Brett stand, dass ich an nichts anderes mehr denken konnte! Ausrichtung, Stil und Grazie müssen noch warten. Natürlich ließ ich auch den einen oder anderen Waschgang nicht aus, insgesamt waren die Wellen aber sanft.

Belmiro Mendes, der auf Madeira geboren und aufgewachsen ist, hat den Surfunterricht geleitet. Mittlerweile hat er seine eigene Surfschule gestartet: Salty – Madeira Water Activities. Dort kann man Surfstunden nehmen oder auch nur Material ausleihen (zum Schnorcheln, Stand-Up Paddling, Body Boarding und vieles mehr). Thanks for the waves, Belmiro!

Insgesamt hat das Surfen auf Madeira echt Spaß gemacht! Als Andenken fand ich noch Wochen später kleine, schwarze Sandkörner in meinen Ohren.

Heartbreak unterwegs: Wenn es einfach nicht passt

Und was ist denn eigentlich mit der Liebe auf Reisen? Bleibt sie, geht sie oder bewegt sie sich nicht? Spült das Meer sie an den Strand oder trägt es sie in die Ferne, zu weit um hinterher zu schwimmen?

Ohne jetzt ins Detail gehen zu wollen: Es war eine turbulente Woche. Sie wurde zu zweit begonnen und alleine beendet. Wenn ich daraus was gelernt habe, dann das: Gib dem Herzen, wonach es sich sehnt. Wenn es frei sein will, lass es frei sein. Auch wenn man denkt, das darf/ kann/ sollte ich doch jetzt nicht. Auch wenn das mitten im Urlaub passiert.

Seit dieser Woche auf Madeira nehme ich mein Gefühl ernster. Manchmal bedeutet das, konsequent zu sein und manchmal bedeutet das, laufen zu lassen. Aber es bedeutet nie aus Bequemlichkeit den vermeintlich leichteren Weg zu gehen, wenn der unglücklich macht. Und ja, ein gemeinsamer Urlaub kann hilfreich sein um herauszufinden, wie gut man wirklich zueinander passt!

Ich dachte, dass man auf Madeira wandert?

Ein bisschen Wandern war auch angesagt. Das Spazieren an den Levadas, die Teil eines ausgeklügelten Bewässerungssystems sind, fand ich besonders schön.

Levadas - Wasserläufe sind typisch für Madeira

Levadas – Wasserläufe sind typisch für Madeira

Auch die Aussicht in den Bergen war gut, von vielen Punkten der Insel konnte ich bis zum Meer schauen, oder mir zumindest einbilden, dass ich noch ein Meerfitzelchen sehe.

Wanderaussicht

Wanderaussicht

Für Surfer mit ein bisschen Erfahrung, die auch Berge und Wandern mögen, ist Madeira definitiv ein tolles Reiseziel, vor allem im Winter. Ich habe nur nette, hilfsbereite und gastfreundliche Menschen getroffen. Trinkt nur nicht zuviel Poncha!

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