UnterwegsZuhause

Sabbatical: Hinter mir das Büro, vor mir das Meer

posted by Ronja 15. Juli 2016
Maui & Me

Ich habe eine Auszeit vom Job (hippes Wort dafür: Sabbatical) in Sichtweite. Gut, so ein bisschen Büro ist schon noch vor mir. Aber nur noch fünf Monate! Und dann wird ein halbes Jahr ’ne Pause eingelegt. Von der Arbeit. Vom sicheren Gehalt. Von Hannover. Vom Stadtleben. Vom Fernweh. Vom Meer-vermissen!

„Sie wollen WAS?“

Ich mag meinen Job. Wirklich. Doch nach dem Heimkommen von Reisen habe ich trotzdem manchmal eine Art Post-Reisetief: tagelang schlechte Laune und nach-dem-Sinn-fragen (ich weiß, Luxusprobleme). Da hilft weder Schokolade noch Yoga, beides ansonsten zuverlässige Stimmungsaufheller. Wenn ich mich dann eingewöhnt habe macht das Arbeiten auch wieder Spaß.

Es ist noch nicht mal so, dass die Arbeit zu stressig ist und ich Erholung brauche. Trotzdem träume ich schon länger davon, mal was Grundsätzliches zu ändern: neue Ideen bekommen, neue Probleme lösen, die Leinen loswerfen, raus aus dem sicheren Hafen. Aber: Ich mag Sicherheit. Sehr.  Mir ist klar, dass ich mich in einer sehr privilegierten Situation befinde: festes Einkommen, objektives Angekommensein, ein unbefristeter Job der Spaß macht, eine tolle Wohnung, Ordnung. Und mein Sicherheitsbedürfnis spricht irgendwie dagegen, einfach loszuziehen. Die Auszeit wird jetzt halt vermutlich auch nicht so der Karriereboost sein. Aber mein Herz hat mir zugeflüstert: hör den Zweifeln zu, lass sie los und mach das jetzt einfach! Die rheinische Seele in mir sagt: Et bliev nix, wie et wor.

Der Plan

Ab Januar 2017 werde ich sechs Monate unterwegs sein. Alleine. Einziges Ziel: Soviel surfen wie möglich. Die Route ist bislang relativ grob geplant. Ich starte in Sri Lanka und dann geht’s weiter nach Neuseeland. Ansonsten gibt es keinen Plan, nur Wünsche. Der Plan hat Pause.

Wunschliste

Auf’s Meer schauen. Eine Menge surfen. Yoga unterrichten. Sand unter den Füßen. Mir jeden Tag aufs Neue überlegen, worauf ich Lust habe. Mich inspirieren. Lieber länger an einem Ort bleiben als eine Must-See Liste abhaken. In neue Orte eintauchen und versuchen, sie zu begreifen. Menschen kennenlernen. Sonnenuntergänge sehen. Mut haben. Kokosnusswasser trinken. In einer Strandhütte übernachten, morgens aufstehen, Surfbrett schnappen und los. Wellenregenbögen sehen. In den Sternenhimmel schauen. Muskelkater haben. Mich einsam fühlen. Mich langweilen. So richtig langweilen.

Obrigada

Ein Dankeschön von Herzen an alle, die mich bis hierhin unterstützt haben und mich beraten haben. Die mir Mut zugesprochen haben und mich inspiriert haben. Die mir das OK gegeben haben einfach mal was Anderes zu machen. Merci. Ihr wisst wer ihr seid.

Ein ernst gemeintes Danke auch an alle die mir Fragen gestellt haben wie: Sie wollen was? Ein Sabbatical? Hast du Burnout? Und das machst du ganz alleine? Hast du keine Angst? Und was ist mit deiner Karriere? Kommst du überhaupt zurück? Dadurch ist mir klar geworden, dass ich es wirklich, wirklich will. Klar haben auf der Arbeit nicht alle juhu gerufen. Ich habe richtig Glück, dass mein Arbeitgeber mir das Sabbatical ermöglicht. Das Projekt in dem ich momentan arbeite geht noch bis Dezember, ich hätte mir sowieso intern ab Januar was Neues suchen müssen. Ein ganz gutes Timing also. Jetzt muss ich nur noch mit der Unsicherheit klar kommen, dass ich noch nicht weiß auf welche Stelle ich zurückkehren werde…

$$$

Wie finanziere ich diese Auszeit? Hauptsächlich aus Erspartem. Vielleicht finde ich unterwegs Möglichkeiten, Yoga zu unterrichten und damit etwas dazuzuverdienen oder Unterkunftskosten zu sparen.

Komm‘ mit!

Das Blogdings hier habe ich gestartet um meine Reise zu teilen und euch ein Stück mitzunehmen. Bis es los geht werde ich über vergangene Reisen berichten und über sonstige Yoga-, Surf- und Fernwehthemen schreiben. Pura Vida!

Hier meine Auszeit Pinnwand auf Pinterest.

Titelfoto: HM Winter, Maui

Die Flugroute, aktueller Entwurfsstand.

Die Flugroute, aktueller Entwurfsstand.

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5 Comments

Fabian 6. Juni 2017 at 3:58 pm

Hi Ronja,

wir sind gerade auf deinen Blog aufmerksam geworden und finden ihn super authentisch und sehr menschlich und sympathisch geschrieben. Wir folgen Dir gerne und können uns sehr gut in Dich hineinversetzen, da wir gerade auch beide unsere Jobs gekündigt haben (ein klassisches Sabbatical wurde vom Unternehmen leider nicht angeboten), um für 6 Monate ab September auf Weltreise zu gehen.

Lass dich nicht verunsichern, die bist jung und gut ausgebildet und wie du schon richtig sagst, wir machen uns oftmals viel zu viele Gedanken um das „was wäre, wenn“. Die meisten Dinge richten sich von alleine und teilweise besser als man glaubt.

Ganz liebe Grüße und genieß weiterhin deine Auszeit!
Fabian & Manon
von http://www.funaroundtheworld.de

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Ronja 15. Juni 2017 at 8:51 am

Hallo Fabian & Manon, danke für den lieben Kommentar! Euer Blog sieht super aus. Ich wünsche euch noch eine gute Vorbereitung und dann eine fantastische Reise, das wird bestimmt großartig.

Liebe Grüße!
Ronja

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Itinera Magica 9. Dezember 2016 at 9:55 am

Schönes Projekt! Und ich liiiiebe den Titel deines Blogs! Vor mir das Meer, so schön

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Steffi 16. Juli 2016 at 3:07 pm

Sehr gut Ronja!

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Ronja 17. Juli 2016 at 12:02 pm

Gracias, chica!

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