Über Balasana

posted by Ronja 1. Juli 2016

Today I lay in Balasana and I felt my heart beating against my knees. Strongly. With passion. And I told my heart: I love you.

Balasana ist die Yogahaltung, in der man während der Yogastunde eine Pause machen kann um seinen Atem zu beruhigen. Der sichere Hafen, wenn’s etwas zu stürmisch wird.


In Balasana, auch Haltung des Kindes genannt, ist man seinem Herzschlag sehr nah, fühlt ihn mit den Knien. Man kann in sich hineinspüren, die Augen schließen. Yogalehrer erinnern gerne am Anfang der Stunde nochmal an die Freiheit, jederzeit die Haltung des Kindes einnehmen zu dürfen.

Das Yoga-Ego

Als ich mit Vinyasa Flow Yoga angefangen habe, war ich etwas verzweifelt darüber, dass ich keine 90-minütige Flow Stunde „durchgehalten“ habe, ohne eine Pause zu machen. Ich wollte die Kondition haben weiterzumachen und kam mir blöd vor inmitten der ganzen grazilen, fitten Yogis rumzuliegen und zu verschnaufen.

Es braucht Mut, in Balasana zu gehen und zu signalisieren, dass man seinen Atem beruhigen möchte. Warum? Wenn wir uns nicht gerade auf einer Yogamatte befinden, wird uns beigebracht durchzuhalten, die eigenen Grenzen zu pushen, leistungsfähig zu sein, nicht zu viel Schwäche zu zeigen.

Beim Yoga soll es aber eben nicht um Leistung gehen – leichter gesagt als getan. Man soll nur so weit gehen, wie es sich gut anfühlt und der Atem ruhig in Ujjayi -einer bestimmten Atemtechnik- fließen kann, ohne dass man aus der Puste kommt. Der Atem sagt einem also, ob man eine Pause einlegen sollte. Dazu muss man ehrlich zu sich selbst sein und das Ego klein halten, denn wenn man nun nicht gerade aus dem letzten Loch pfeift ist es von außen nicht immer festzustellen, wie leicht der Atem noch fließt.

Variationen

Es gibt sehr viele Variationen von Balasana, unter anderem: Mit Armen nach hinten, Knien zusammen, Knien auseinander, Armen nach vorne. Man kann mit den Händen zur Seite wandern um die Körperseiten zu dehnen. Man kann die Handflächen auf die Matte legen oder die Fingerspitzen aufstellen – dann bleibt man aufmerksamer.

I <3 Balasana

Es brauchte bei mir schon ein bisschen Zeit um das Ego als Ego wahrzunehmen. Und zu merken dass mein Ego mir sagt: Mach weiter! Und mich nicht mehr so darüber zu ärgern, dass es grad etwas viel für mich ist. Aber nach einiger Zeit nahm ich mir bewusste Pausen mitten in der Yogastunde und genoss die Wonne, meinem Herzen in Balasana nah zu sein, egal was die anderen Yogis grad machen.

Balasana kann sehr beruhigend sein, man macht sich klein und schützt sich. Auch nach dem Surfen die ideale Haltung, um runterzukommen, das Erlebte, die Wellen, die Wipeouts, zu verarbeiten und die Schultern nach vielen Paddelzügen zu entspannen. Aber auch ohne surfen: Traut euch. Macht mehr Balasana!

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